Trekking zum Kala Patthar

Blick auf Mt. Everest vom Kalar Patthar

Ziel unserer Tour ist der 5600m hohe Kala Patthar, der ein idealer Aussichtsberg für die beiden 8000er, den Mt. Everest und Lhotse ist.

Anreise nach Nepal

Flughafen in Muscat OmanUnser Flug mit Oman Air über Muscat nach Kathmandu startet um 22 h. Am frühen Morgen sind wir in Muscat, von wo wir nach 5h Aufenthalt weiterfliegen. Als wir um 17h in Kathmandu landen ist es schon fast dunkel draußen. Am Einreiseschalter stehen wir fast 1h an, die Einreiseformalitäten laufen jedoch reibungslos und wir erhalten unser Visum für 40$. Draußen in der Halle sind auch schon unsere Taschen angekommen und unser Pick up Service vom Trekkers Holiday Inn wartet auch schon auf uns. Nach knapp 30 Minuten Fahrt sind wir in unserer „Oase“ bei Yolanda angekommen. Das erste Everest Bier schmeckt wunderbar, ebenso die Gemüsespaghetti und das Chow Mein. Unser diesjähriger Guide, Dinesh, kommt auch noch kurz vorbei und wir verabreden uns für den folgenden Morgen.

Kathmandu

Straßen von KathmanduNach einem gemütlichen Frühstück im Garten mit Hefezopf, Vollkornbrot, Obstsalat und Kaffee kommen Dinesh und unser Sherpa Yug zur weiteren Planung vorbei. Unser Trekking soll am folgenden Tag mit dem Flug um 11h nach Lukla starten. Kala (Black) Bhairab am Darbar Square in KathmanduNach dem Treffen nehmen wir uns ein Taxi nach Thamel für den obligatorischen Geldwechsel in der Himalayan Bank. In den engen Gassen drängen sich Mofas, Menschen und Autos.

Nachdem auch wir eine Zeit durch die Geschäfte geschlendert sind stärken wir uns in einem Café bevor es weitergeht zum Durbar Square. Viele Tempel machen hungrig und so genehmigen wir uns um die Mittagszeit ein paar leckere Momos. Stupa Bodnath in KathmanduAm späten Nachmittag kommen wir dann in Bodnaht an, wo wir zusammen mit vielen anderen tibetischen Pilgern die Stupa umkreisen. Wir wünschen uns gutes Gelingen für unsere Trekkingtour.

 

 

 

Lukla – Phakding

Landebahn Flughafen in LuklaUm 8.30 h werden wir abgeholt und sind ca. 30 Min später am Flughafen. Wie immer herrscht hier großes Chaos und keiner weiß so genau, wohin. Unsere Maschine der Tara Airline fliegt dann auch erst eine Stunde später als geplant. Wir sind zufrieden, beim letzten Mal hatten wir eine viel größere Verspätung. Wir fliegen durch viele Wolken in RBlick von Lukla in das Tal des Dudh Kosiichtung Khumbu, die Landebahn von Lukla (2.853 m) ist jedoch wolkenfrei. Gleich darauf erhalten wir auch unsere Taschen und gehen unseren ersten Ingwertee trinken. Teetrinken wird zu einem der wichtigsten Rituale in diesem Urlaub. Damit wir den großen Flüssigkeitsbedarf, den man in dieser Höhenlage hat, immer auffüllen können, werden regelmäßige Teepausen eingelegt.

Kong de Peak GuesthouseWir starten unsere Wanderung in Richtung Phakding (2.705 m) – die Landschaft ist hier noch sehr grün, es geht an Rhododendren und vielen kleinen Feldern und Gärten vorbei, in denen Salat und Mangold angebaut werden. Links im Tal fließt der Dudh Kosi. Bald kommen auch die ersten großen Manimauern in Sicht. Insgesamt liegen heute nur 3h Weg vor uns, so dass wir uns eine Mittagspause mit einer Nudelsuppe leisten können. Da wir jedoch so spät gelandet sind müssen wir uns jetzt sputen, denn es beginnt bereits zu dämmern, als wir Phakding erreichen, und unsere Lodge „Kunde View Lodge“ liegt oberhalb des Ortes auf der anderen Seite des Flusses. Die Lodgebesitzer sind sehr nett und da auch nicht viele Gäste da sind verbringen wir einen schönen Abend.

Phakding – Namche Bazar

Weiter in Tal des Dudh KosiNach einer ruhigen, warmen Nacht und einem leckeren Frühstück mit Cinnamon Roll und Chapati gehen wir um kurz nach 8h los. Es geht entlang des Dudh Kosi, den wir mehrmals auf Hängebrücken queren. Viele Tsos kommen uns entgegen und manchmal fühlen wir uns wie auf der Autobahn, denn da dies die Hautptstrecke nach Namche Basar ist, Blick auf die Hillary Bridgekommen uns auch viel Trekker entgegen. Beim Aufstieg durch den Pinienwald haben wir immer wieder freie Ausblicke auf den Tamserku.

Hillary BridgeWeiter geht es an Feldern entlang und durch mehrere Dörfer bis wir den Eingang des Sagarmatah Nationalparks erreichen. Nachdem wir unsere Permits erhalten haben und den gleich darauf folgenden Abstieg hinter uns gebracht haben, genehmigen wir uns ein Mittagessen auf der Terrasse eines Restaurants während die Sonne vomstrahlend blauen Himmel scheint. Mit einem Dhal baat inklusive Kartoffeln und Mangold stärken wir uns für den langen und mühsamen Aufstiege nach Namche Basar. Namche BazarÜber Felsstufen geht es steil bergauf, der Anstieg durch den Wald ist etwas flacher. Am Police Post müssen wir kurz warten bevor wir den letzten Anstieg zur Panorama View Lodge in Angriff nehmen. Leider ist inzwischen jedoch Nebel aufgestiegen, so dass wir keinen Blick mehr ins Tal haben. Im großen, schönen Aufenthaltsraum der Lodge trinken wir Minztee und verbessern unseren Grundwortschatz Nepali.

Namche Bazar

Blick auf Lhotse und EverestNach einer guten Nacht werden wir mit blauem Himmel und Sonnenschein geweckt. Nach dem Frühstück steigen wir in ca. 15 Minuten auf zum Mendaphu Hill, einem Aussichtspunkt oberhalb von Namche. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Mt. Everest, zur Ama Dablam, zu Lhotse , Nuptse und zum Island Peak – ein herrliches Panorama. Der Blick geht von hier bis Tengboche und Thame. Nachdem wir diesen Blick sehr lange genossen haben schauen wir uns auch noch das sehr interessante Sherpa Museum an, bevor wir zum Teetrinken wieder in die Lodge absteigen. Nach viel Minztee und einer warmen Dusche steigen wir ab hinunter nach Namche.

Everest Bakery in Namche BazarNach dem wir im Internetcafé die obligatorische Mail geschrieben haben geht es zur Shoppingtour – ich erstehe eine ärmellose Windstopperweste sowie eine superschöne blaue Mütze aus Yakwolle, die innen mit Fleece gefüttert ist. In der Everest Bakery stärken wir uns mit einem Schokokuchen und bummeln unter den letzten Sonnenstrahlen noch ein wenig durch die Gassen. Nach Sonnenuntergang wird es jedoch schnell kalt und es zieht uns zurück in unsere geheizte Lodge zum Abendessen. Nach dem Abendessen spielen wir mit Yug und Dinesh noch eine Runde Mau Mau bevor wir mit unseren Wärmeflaschen (umalegu pani dinus) unsere Zimmer aufsuchen.

Namche Bazar – Khumjung

Oberhalb von Namche BazarNach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück mit Hash browns bewältigen wir die 400 m Anstieg nach Khumjung. Wir passieren Syangboche, die höchste Flugpiste Nepals. Von dort aus geht es weiter zum Everest View Hotel mit Ausblick auf den Mt. Everest, die Ama Dablam , Kantega, Lhotse und Nuptse. Ama DablamEin herrlicher Höhenweg führt durch Kiefernwald, an Bodenflechten und Rhododendren vorbei. Zum Übernachten gehen wir heute in die Ama Dablam View Lodge, wo wir ein Zimmer unterm Dach erhalten.

KhumjungKhumjung ist ein sehr schönes Dorf mit vielen Feldern, Chörten und Mani Mauern. Überall in den Gärten wird Yak-Dung zum Verbrennen getrocknet. Nach dem Mittagessen gehen wir hinüber ins Dorf Arzt im Hospital in KhumjungKhunde, wo es ein Hospital gibt, in dem Elke Medikamente und Babykleidung als Spende abgibt. Ein sehr netter nepalesischer Arzt erklärt sich zu einer Führung bereit und zeigt uns Räumlichkeiten und Ausstattung.

Khumjung – Tengboche

Kloster in TengbocheHeute früh hat es im Zimmer nur noch +4°C – in der klaren Morgenluft haben wir freien Blick auf die Ama Dablam. Zum Frühstück gibt es heute Cinnamon-Pfannkuchen. Danach steigen wir von Khumjung aus erst etwa 500 m ab bis zur neuen Brücke, danach geht es ca. 600 m nach oben durch den Kiefernwald und Rhododendren bis nach Tengboche auf 3.850 m. Zum Mittagessen sind wir schon in unserer Lodge „Tashi Delek Lodge“ und bewundern die Aussicht von unseren Zimmern aus auf die Riesen des Himalaya wie Mt. Everest, Nuptse, Lhotse und Kantega. Bei einem kleinen Spaziergang können wir auch einen kurzen Blick auf den Cho Oyo erwischen. Nach einem Rundgang durch das Kloster im Ort faulenzen wir in der Sonne und genießen einen Schokoladenkuchen in der Bakery. In der klaren Nacht können wir von unserem Bett aus die Sterne mit den 7 Plejaden bewundern.

Tengboche – Dingboche

Treffen mit HomBeim Aufwachen fällt der Blick direkt auf die hohen Berge vor uns – strahlend blauer Himmel und Sonnenschein! Nach dem wir uns mit einem „Nepali-Burger“ (Chapati mit Gemüseomelette) gestärkt haben gehen wir los. Der Weg, welcher durch den Bergschatten führt, ist noch gefroren und wir steigen durch einen Rhododendronwald mit riesigen Flechten ab nach Deboche. Von dort aus geht es weiter bis nach Pangboche. In einer Lodge treffen wir Hom, der gerade mit einer Gruppe vom Kala Pattar zurückkommt. Wir freuen uns riesig, ihn hier wiederzusehen und wir haben natürlich viel zu erzählen, u.a. berichtet er von seinem Aufenthalt in Wien im Sommer. Leider trennen sich unsere Wege hier wieder, während er absteigen wird, steigen wir weiter auf in Richtung Dingboche.

Unterkunft in DingbocheLangsam verändert sich die Landschaft, es gibt keine Bäume mehr, nur noch niedrige Büsche. Wir nähern uns einem gewaltigen Hochtal und kommen den Bergen immer näher. Kurz vor Dingboche sehen wir schon auf den Pumori. Nach dem Aufstieg auf 4.400 mm Höhe geht es über ein sandiges Plateau bevor wir in einem kleinen Kessel den Ort sehen. Er besteht nur aus einigen Lodges und ein paar Stupas stehen oberhalb auf dem Hügel. Wir sind für zwei Nächte in der „Peak 38-View Lodge“ am oberen Ortsrand untergebracht. Wir haben zusammen mit Elke und Thomas unsere eigene Toilette – richtiger Luxus! Nach 5h Gehzeit sind wir jetzt auch ziemlich müde und haben leichte Kopfschmerzen, freuen uns jedoch schon auf das Abendessen. Vom Dining Room aus sehen wir Lhotse und Island Peak in der untergehenden Sonne. Viele Trekker bereiten sich hier auf den weiteren Aufstieg vor.

Dingboche

Im Tal von ChukhungHeute ist unser Ruhetag in Dingboche. Wir wandern in das Hochtal oberhalb des Ortes. Leicht ansteigend kommen wir Lhotse und Nuptse immer näher – rechts von uns sehen wir deutlich die Gletscher der Ama Dablam. Hier könnte man ewig weiterwandern aber irgendwann müssen wir dann doch umdrehen. Nach dem Mittagessen gönne ich mir eine Haarwäsche mit einer Schüssel heißem Wasser und eine „Dusche“ mit Feuchttüchern. Danach kuscheln wir uns in unsere Schlafsäcke und ruhen eine Stunde, schließlich heißt der Tag ja „Ruhetag“. Am Nachmittag sitzen wir im Aufenthaltsraum und lesen und nach dem Abendessen gibt es die obligatorische Runde Uno.

Dingboche – Lobuche

Dughla GletscherseeNach dem Frühstück wandern wir weiter – direkt hinter der Lodge geht es aufwärts, an den Chörten vorbei. Wir erreichen ein riesiges Hochtal, welches wir durchqueren. Wir sehen Cho Latse, Pheriche, Kantega und Tam Serku jetzt von der anderen Seite. Weg nach LobucheZum Mittagessen erreichen wir Dulgha, wo es in der „Yak Lodge Tukla“ das bisher beste Gemüsecurry zum Dhal Baat gibt. Danach geht es über die Endmoräne des Khumbugletschers eine Stunde nur bergauf.

Nuptse von Lobuche aus im AbendrotOben gibt es mehrere Chörten mit Gedenktafeln für Bergsteiger, die am Everest ihr Leben gelassen haben. Von hier aus sehen wir schon ins nächste Tal mit Lobuche und Nuptse. Am Fluss vorbei steigen wir noch ein wenig bergauf bevor wir Lobuche auf 4.900 m erreichen. Von hier aus hat man tolle Ausblicke auf die Gletscher des Nuptse. Die Zimmer in der „SherpaLodge“ sind warm und gemütlich, sogar mit Toilette auf dem gleichen Stockwerk.

Lobuche -Gorak Shep – Kala Patthar

Khumbu GletscherHeute ist der große Tag! Erst einmal gehen wir stetig bergauf und nach einem besonders steilen Anstieg haben wir die 5.000 m Grenze erreicht. Wir queren eine Moräne in stetigem hoch und runter, „It won´t get better“, sagt ein Entgegenkommender – sehr beruhigend. Unterwegs sehen wir riesige Gletscherspalten. Nach einem letzten Abstieg und nach ca. 4h Gehzeit erreichen wir den Ort Gorak Shep. Gorak Shep mit Kala Patthar und PumoriWir übernachten hier in der „Budha Lodge“ – richtig gut geheizt, sehr komfortabel mit innenliegender Toilette. Und zum Mittagessen gibt es leckere Spaghetti mit provenzalischer Tomatensauce – die richtige Grundlage für die Gipfelbesteigung.

Gipfelbild auf dem Kala Patthar im Hintergrund EverestDa die Wettervorhersage für den Nachmittag nur Gutes verspricht, beginnen wir nach dem Essen mit dem Aufstieg zum Gipfel des 5.610 m hohen Kalar Pattar. Auch wenn der Weg lang, steil und kräftezehrend ist so wird der Ausblick auf die umliegenden Gipfel und Gletscher immer fantastischer. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir den Gipfel des Kala Patthar – ein unvergesslicher Moment mit einem Wahnsinnsausblick auf den rot angestrahlten Gipfel des Mt. Everest und die Landschaft drumherum. Gipfelbild auf dem Kala Patthar im Hintergrund EverestIn der Dämmerung steigen wir ab und erreichen bei völliger Dunkelheit die Lodge. Heute ist Yug´s Geburtstag, so dass es nach einem leckeren Daal Bhaat noch ein Stück vom leckeren Geburtstagskuchen für jeden gibt. Ein Geschenk haben wir ihm auch besorgt – eine blaue Fleecehose. Die folgende Nacht wird nicht ganz so schlimm wie befürchtet, auch wenn wir des Öfteren aufwachen und nach Luft ringen müssen, da einfach zu wenig Sauerstoff in der Luft ist.

Gorak Shep – Everest Base Camp – Lobuche

Khumbu GletscherMarkus ist am Morgen auch nicht richtig fit, so dass wir den Weg in Richtung Mt. Everest Base Camp vorzeitig abbrechen und nach Lobuche hinunter absteigen. Nach dem steilen Abstieg hinter Gorak Shep geht es ihm auch schon deutlich besser und als wir in der Lodge in Lobuche ankommen hat er auch wieder Appetit auf einen Teller Nudeln. Was knapp 200 Höhenmeter doch ausmachen können! Wir verbringen den Nachmittag in der Lodge und warten auf Elke und Thomas, die am späten Abend aus dem Base Camp zurückkommen.

Lobuche – Pangboche

YaksHeute heißt es, weiter abzusteigen – zuerst der steile Abstieg bis Dhukla, dann weiter bis Periche, wo wir zur Mittagszeit in einem wirklich noblen Hotel einkehren. Der Weg dorthin zieht sich wie Kaugummi. In dem riesigen Hochtal schätzt man die Entfernungen total falsch ein. Periche scheint einfach nicht näher zu kommen. Nach dem Mittagessen sind es noch ca. 3h bis Pangboche auf 3.985 m. Wir übernachten hier im „Highland Sherpa Resort“ mit total gemütlichem Aufenthaltsraum und warmer Dusche, ein Genuß nach den kalten Tagen und die erste seit über einer Woche. Die Eigentümer sind sehr nett und wir sitzen den ganzen Abend mit ihnen zusammen und erfahren viel über das Leben hier als Lodgebesitzer. Heute sind die Berge am Nachmittag auch wieder zugezogen – was haben wir beim Aufstieg doch für ein Glück gehabt.

Pangboche – Namche Bazar

Unsere TruppeÜber Tengboche geht es und durch Rhododendronwald hindurch zurück in die Sherpa-Hauptstadt Namche Bazar. Nach dem Abstieg hinter Tengboche und der Überquerung des Dudh Khosi führt der Weg wieder ziemlich steil hoch nach Sanasa. Heute spüren wir sehr deutlich das wir schon ein paar anstrengender Tage hinter uns haben. Wir haben einfach keine Power mehr. In Namche genießen wir wieder den netten Aufenthalt in der „Panorama Lodge“. Elke bekommt noch heftige Zahnschmerzen. Zum Glück haben wir genügend Schmerzmittel dabei. Den ganzen Abend erhalten wir vom Chef des Hauses und von seinem Sohn Nepali-Unterricht.

Namche Bazar – Phakding

Jeder von uns erhält heute Morgen vom Chef des Hauses zum Abschied noch einen Katta. Der Abstieg in das Tal des Dudh Khosi dauert nicht lange. Zu unserer Überraschung treffen wir heute unseren nepalesischen Freund Hari, der mit einer Touristengruppe unterwegs ist. Wir treffen hier mehr Bekannte als in Berlin auf dem Kudamm 🙂 Er erzählt uns, dass in Lukla schlechtes Wetter herrscht und seit Tagen keine Flüge mehr gehen. Die Lodges sind alle überfüllt und keiner weiß, wann das Wetter sich ändert. Beste Voraussetzungen für unseren Rückflug also.
Je weiter wir hinunter steigen desto wehmütiger werden wir, dass unser Trekking sich schon bald dem Ende neigt. Wir übernachten wieder in der „“Kunde View Lodge““ und sind gespannt, was uns in Lukla erwartet.

Phakding – Lukla

Das Wetter ist heute richtig bescheiden. Von den Gipfeln ist überhaupt nichts zu sehen. Die Trekker die nun eine Woche hier sind haben von den Bergen nicht viel gesehen. Normalerweise sollte im Herbst die beste Bergsicht sein. Den heutigen Tag empfinden wir alle als sehr anstrengend. Irgendwie ist die „“Luft draußen““ und jeder mach sich so seine Gedanken, ob wir einen Rückflug nach Kathmandu erhaschen können. Bei den letzten Höhenmetern hinauf nach Lukla haben wir das Gefühl, nie mehr anzukommen. Aber auch diese letzte Strecke bewältigen wir. Glücklich, den Treck geschafft zu haben fallen wir uns alle in die Arme. Unser Freund Dinesh schafft es sogar in dem ganzen Trubel ein Zimmer für uns zu bekommen.

Lukla

Flugchaos in LuklaHeute an unserem Reservetag hier in Lukla herrscht ganz miese Stimmung bei den Anwesenden. Es gibt hier Trekker, so erfahren wir, die schon seit 5 Tagen hier festsitzen und die ihren Flug nach Hause schon verpasst haben. Das Wetter ist richtig schlecht geworden, es ist nebelig und zugezogen und seit ein paar Tagen starten und landen keine Flugzeuge mehr. 4 Mal kommt heute ein Heli und ein paar Wahnsinnige fliegen mit zurück nach Kathmandu. Die Sicht ist gleich null und der Flug ist unserer Meinung ein Himmelsfahrtskommando. Keine Wolkenlücken, nur eine neblige Suppe. Am Abend feiern wir nun endgültig den Abschied von unseren Trägern.

Lukla

Nebel in LuklaHeute sollte eigentlich unser Rückflug starten – auch wenn das Wetter Heute etwas besser als in den Tagen zuvor ist, so wird unser Flug doch gestrichen. Die großen Trekkingagenturen haben einen Armeehubschrauber organisiert, der die gut zahlenden Touristen ausfliegt. Heute gehen schon mehr Helikopter als am Tag davor und das Wetter lässt heute auch diese auch zu. Für Hubschrauberflüge ist die Sicht heute ausreichend. Da wir unsere Zimmer schon abgegeben haben müssen wir uns nochmals neue suchen, was gar nicht so leicht ist. Denn jeden Tag kommen Menschen von ihrem Trekking zurück aber keine verlassen Lukla.

Lukla – Kathmandu

Hubschrauber in LuklaHeute ist das Wetter gut und die ersten Flugzeuge treffen in Lukla ein. Aber nun ist unser Ticket verfallen und es werden nur die ausgeflogen, die für heute ein Ticket haben. Was ja auch normal ist. Da ja nun Leute von 6 Abflugtagen vor uns ausgeflogen werden, sieht es für uns verdammt schlecht aus.

Hubschrauberflug von Lukla nach KathmanduDank unserer Freunde Dinesh, Yug und Hari, der inzwischen auch wieder in Lukla ist, gelingt es uns, Heute einen Hubschrauberflug nach Kathmandu zu bekommen. So entfliegen wir dem Chaos in Lukla und kommen sicher in Kathmandu an. Yolanda freut sich, uns wohlbehalten wieder im Trekkers Holiday Inn zu sehen. Sie hat weitere Gäste, die noch in Lukla festsitzen. Wir genießen eine warme Dusche und verbringen den Nachmittag mit Tagebuch schreiben und relaxen im Garten Zum Abendessen ist heute Luxus angesagt. Wir haben einen Tisch im Dwarika´s Hotel reserviert. Wir fühlen uns heute Abend wie auf einem anderen Planeten.

Kathmandu – Muscat

Heute kaufen wir die letzten Souvenirs in Thamel und nehmen Abschied von Nepal. Leider haben wir es nicht geschafft, Heikes Patenkind zu besuchen. Die Schule ist zu weit außerhalb von Kathmandu und unser Rückflug mit der Oman Air geht schon um 18h nach Muscat.

Schade wir hatten uns so darauf gefreut und sie sicher auch. Der Rückflug geht ungewöhnlich pünktlich, das sind wir in Kathmandu gar nicht gewöhnt. Der Transfer zum Hotel im Oman ist super organisiert. Am Gate steht schon ein Mitarbeiter der Oman Air und führt uns an allne langen Schlangen vor den Einreiseschaltern vorbei zu einem separaten Schalter und so sind wir schnell im Bus zu unserem Hotel, wo wir noch eine Nacht verbringen. Wir erhalten sogar um 22:00 Uhr noch ein spätes, leckeres Essen am Buffet.

Muscat – Frankfurt

Das Frühstück ist ausgezeichnet. Nur der Busshuttle zurück zum Flughafen ist etwas zäh. Am Ausgang warten schon viele Gäste. Ständig verspricht man uns gleich kommt der Shuttle. Die ersten Gäste suchen sich schon ein Taxi, da ihre Abflüge bald stattfinden. Erst nach den ersten Beschwerden kommt dann endlich ein Bus und wir heben pünktlich ab nach Frankfurt.

Eine fantastische Reise ist zu Ende und wir sind uns alle einig, dass es nicht lange dauert und wir fliegen mal wieder nach NEPAL 😉