Nepal Tsum Valley

Blick Richtung Tsum Valley

Von Arugat aus führte uns diese Nepalreise in das erst seit ein paar Jahren für Touristen zugängliche Tsum Valley. Die Route verläuft zunächst über den ersten Teil der wenig begangenen Manaslu – Runde. Ab Lokpa geht es dann in das verlassene Tsum Valley. Zunächst führt die Route durch das fruchtbare Tal des Budhi Gandaki . Später wandert man mit schönen Bergblicken auf die Gipfel des Ganesh Himal. Im Tsum Valley konnte sich eine einmalige buddhistische Kultur erhalten.

Frankfurt – Muscat

Pünktlich um 21.45 h hebt der Flieger in Frankfurt ab, nachdem wir wie immer ein Lyonerbrot verdrückt und bei McDonald gegessen haben. Das ist schon zu einem Ritual geworden. Die Flugzeuge der Oman Air sind neu und bieten bestes Unterhaltungsprogramm an jedem Sitz. Brauchen wir aber nicht, denn wir können super schlafen. 6 Stunden Flugzeit gehen schnell vorbei.

Der alte Flughafen in Muscat ist klein und überschaubar. Im Landeanflug kann man aber schon die Größe des neuen Flughafens erkennen, dieser wird um ein Vielfaches größer. Eingang rein, Treppe hoch, ein langer Flur, Ticket Check, dann Kontrolle Handgepäck und Ankunft im Duty Free Shopping.

Hier wird das restliche Lyonerbrot gegessen und für 1 Dollar ein Wasser gekauft.

Muscat – Kathmandu

Nach 3 Stunden hebt um 10.10 Uhr die Maschine nach KTM ab. Flugzeit 3.10 h. Wir haben eine nette Sitznachbarin die schon 3. Mal Nepal war, immer für 3 Monate. Sie empfiehlt das Ayurveda im Health Center in Kathmandu. Wäre super für „“erschöpfte Trekker““. Heavy Traffic am Airport Kathmandu, daher drehen wir 3 Warteschleifen am Himalaya vorbei bei strahlend blauem Himmel. Andere bezahlen für einen Mountain – Flug extra 😉

Wir zahlen 40$ für Visum on arrival, ging sehr schnell. Dafür umso länger warten auf das Gepäck.

Unser Freund Dinesh wartet schon auf uns und wir werden mit einer gelben Blumengirlande begrüßt. Vorbei an den vielen Trägern zum Taxi. Heute ist nicht viel los, da Samstag. Die Luft ist im Gegensatz zu unserem letzten Besuch ungewöhnlich klar. Wir fahren nördlich an Thamel vorbei zu Haris Haus. Ein schönes, 5 stöckiges Haus, grün gestrichen, in einer sehr ruhigen Wohngegend. Im 3. Stock bekommen wir ein schönes Zimmer mit eigenem Bad. Im 4. Stock werden wir von Haris Frau Indira begrüßt, die Söhne Martin und Allen sind auch da. Zuerst gibt es Tee, dann eine RaRa Nudelsuppe. Lecker !! Danach lernen wir Katrin aus Lübeck kennen, die 2 Wochen Annapurna Base Camp macht und danach nach Sri Lanka gehen wird. Dann essen wir alle zusammen Dahl Baat. Vorher überreichen wir noch unsere Gastgeschenke, die Fotobücher von unserer letzten gemeinsamen Tour ins Everest Base Camp, welche gut ankommen.

Kathmandu Airport

Wir mit unserem Freund Dinesh

 

Kathmandu und Thamel

Wir schlafen Heute lange aus und genießen das Frühstück aus Toastbrot, Honig, Omelette und Peanutbutter auf der Terrasse mit Blick auf Swayambu. Unser Freund Yug holt uns ab und nachdem wir auch ihm unser Geschenk überreicht haben, laufen wir mit ihm durch das Wohngebiet zur Stupa Swayambhunath. Dieses Mal schauen wir uns auch den hinteren Teil der Anlage an und gehen unterhalb der Stupa durch den Garden of Freedom. Es sind recht wenige Einheimische unterwegs, aber viele Touristen, vor allem Russen. Dann laufen wir hinunter nach Thamel, wo wir erst einmal in der Himalya Bank Geld wechseln. Danach stärken wir uns mit einer Cola im New Orleans. Nun schauen wir uns den Garden of Dreams an (Gegenüber der Himalaya Bank). Wir waren schon oft hier in der Nähe, haben es aber noch nie geschafft den Garten zu besuchen.
Eine schöne, alte Gartenlandschaft mit einem Pavillon und einer Riesenschaukel, wo sich viele nepalesische Pärchen vergnügen. Den Sonnuntergang genießen wir auf der Terrasse bei Indira und Hari und wir lernen an diesem Abend Ketam, unseren Trekkingguide, kennen. Er ist ein Neffe von Hom, der schon mit uns zum Gokyo Peak gelaufen ist. Die Zeltausrüstung wird überprüft, die Stühle, der Tisch, alles wird aufgebaut und auf der Terrasse getestet und für die Fahrt gepackt. Gemeinsam beschließen wir den Abend bei einem leckeren Daal Bhaat.

Frühstück in Kathmandu

Swayambhunath

Kathmandu – Arkhet Bazar

Nachdem um 6 Uhr unser Wecker geklingelt hat haben wir schnell unsere Taschen fertig gepackt und gefrühstückt. Pünktlich kommt ein Toyota Landcruiser, der mit allem vollgepackt wird und schon geht es um 7:30 Uhr los. Ketam hat noch seine Frau und eine Kusine mitgebracht, die mit uns fahren werden. Auf den Strassen ist sehr viel los und wie immer fahren wir erst mal im Schritttempo über den Thankot-Paß im Westen von Kathmandu. Immer wieder vorbei an defekten LKW und Bussen. Um 10.10 h haben wir jedoch schon die Trisuli Bridge erreicht und biegen von der Hauptstrasse nach Norden ab. Die erste halbe Stunde führt noch über eine Teerstrasse, dann geht es in Dhading Besi links ab und von nun an geht es nur noch Offroad. Obwohl die erste Hälfte dieser Strecke noch ganz passabel ist müssen die Mädels schon bald die Plastiktüten ausprobieren… Auf einem Bergrücken machen wir am Wegesrand im Dorf Jamira unsere Mittagspause. Es gibt leckeres Daal Bhaat. Danach geht es über heftig ausgewaschene, steinige Pisten weiter, auch eine Wasserdurchfahrt ist dabei. Zum Glück hat es nicht geregnet, dann hätten wir hier eine ganz schöne Schlammschlacht. Wir erreichen Arugat über die Brücke um etwa 14.15 Uhr.

Das Auto wird abgeladen. Ketam wartet auf die Träger und wir machen uns mit Yug auf, um noch ca. 1,5 Stunden zu Fuß weiter nach Arkhet Bazar zu laufen. Die Route führt über eine Jeep – Piste, vorbei an kleinen Siedlungen, immer entlang des Flusses. Die Reisernte ist noch in vollem Gange, auf den Feldern wird überall Reis geschnitten, getrocknet oder auch schon gedroschen. Wir queren vor Arkhet Bazar eine waghalsige Bambusbrücke, die nicht für europäische Gewichtsklassen gebaut wurde. Sie hält uns aber !! Der Bus fährt an dieser Stelle durch den Fluss. Um 15.45 h erreichen wir Arkhet Bazar. Weiter oberhalb dieses Ortes liegt Ketams Heimatdorf Swaragoon, welches wir zum Ende der Tour noch besuchen werden (Zu diesem Zeitpunkt wissen wir dies aber noch nicht). Hier gibt es noch kleine Läden, sogar eine Metzgerei und noch recht viel Verkehr. Unser Campingplatz liegt am Ende des Dorfes. Sofort sind wir von Kindern umringt, die nach „“pen““ und „“sweet““ fragen. Nach einem „“mithai chhaina““ schauen sie ganz verdutzt an. Unser kleiner Tisch wird aufgebaut und es heißt Tea Time mit Keksen, Kaffee, Tee oder heißer Schokolade. Die Zelte incl. Küchenzelt sind schon aufgebaut und die Kochmannschaft fängt schon mit den Vorbereitungen für das Abendessen an, während wir Tagebuch schreiben und eine Runde Mau Mau spielen. Zu unserem ersten Abendessen wird eine Champignonsuppe mit Gemüse und Papadam serviert, danach gibt es Daal Bhaat mit Kartoffeln und grünen Bohnen. Zum Abschluss folgt Tee und Bananafritter – wir sind mit dem ersten Tag voll zufrieden.

Mit dem Jeep nach Arkhet Bazar

Piste nach Arkhet Bazar

Weg nach Arkhet Bazar

Arkhet Bazar bis fast nach Machakhola

Wecken um 6 Uhr mit good morning tea und heißem Waschwasser – welch ein Luxus. Zelt aufräumen, alles zusammenpacken. Am ersten Tag ist man immer noch ziemlich unstrukturiert mit dem packen, das wird aber jeden Tag besser. Danach Frühstück mit Müsli, heißer Milch, Toast, Ei, Erdbeermarmelade, Honig, Erdnussbutter, Kaffee, Tee, Schokolade. Danach Zeltabbau und Abmarsch um 8 Uhr. Wir wandern noch über die breite Jeep – Piste entlang des Bhudi Gandaki, an Reisterrassen vorbei über Kuerepani nach Soti Khola, wo die Piste für Autos endet. Nach der großen Hängebrücke fahren dann keine Autos mehr, obwohl die Piste hier noch breit genug dafür wäre. Um 10.30 Uhr erreichen wir Liding, wo wir unsere erste Mittagspause einlegen. Vom Rastplatz aus hat man einen herrlichen Blick auf zwei Wasserfälle und die Reisterrassen am Hang. Der Platz wird von Bananenstauden eingerahmt. Nach der obligatorischen hot orange gibt es ein Mittagessen mit Kartoffelcurry, Mangold, Blumenkohl und French Toast. Sobald die Kinder uns entdecken kommen sie angelaufen und wir flechten zusammen mit ihnen bunte Freundschaftsbänder. Bis 12 Uhr faulenzen wir an diesem schönen Ort, dann führt uns ein breiter Weg, immer bergauf, bergab an Wasserfällen vorbei.

Wir erreichen den Rock Trail, welcher bestimmt der meist fotografierte Teil des Weges ist. Hier wurde der Weg teilweise wie ein halber Tunnel in den Fels hinein gehauen. Ziemlich schmal und direkt am Abgrund oberhalb des Flusses. Ab hier wird der Weg zum Steig, endlich schmaler und quert stetig kleine Wasserläufe. Um 14 h machen wir eine Teepause in Lapubesi. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf das weite Tal und auf die ersten schneebedeckten Berge. Hinter Lapubesi geht es zunächst über eine lange Hängebrücke und dann, einen teilweise sehr schmalen Pfad an einer Bergflanke vorbei, hinunter an den Fluss. Wir laufen noch etwa bis 16 Uhr durch am Fluss entlang, anstrengend durch Sand und Kiesel. Unser Zelt bauen wir Heute auf einem Platz am Flussufer kurz vor der Suspension Bridge auf. Der Platz gehört einer Schreinerfamilie, deren Kochgelegenheit unsere Mannschaft auch nutzt. Hier beginnt auch schon das Gurung-Gebiet mit eigener Sprache und besonderen Trachten. Es wird schnell dunkel hier in der engen Schlucht. Zum Abendessen gibt es Tomatensuppe mit Popcorn, Nudeln mit Gemüse, Mangold, einen scharfen Dip und Bratkartoffel. Zum Nachtisch überrascht uns unser Koch mit „Apfeltasche“

Auf dem Weg nach Machakhola

Rock Trail vor Machakhola

Hängebrücke auf der Manaslurunde

Nach Yaruphant

Heute Morgen ist es noch recht mild, so dass Heike sich vor dem Frühstück die Haare mit dem heißen Waschwasser wäscht. Nach dem Müsli gibt es einen leckeren Pfannkuchen mit Honig. Entlang des Flusses, entweder an der Böschung oder durch das Flussbett laufen wir weiter, stetig von Maultierkarawanen begleitet. Wir benötigen etwa 1 Stunde bis Machakhola. Hier werden jede Menge neue Unterkünfte gebaut. Die meisten sind jedoch zur Zeit leer.

Wir queren eine kleine Holzbrücke und müssen über ein paar Felsen klettern, das das Wasser an dieser Stell höher steht als normal. Weiter geht es stetig auf und ab bis zu einer kurzen Rast in Khorabesi. Langsam geht es weiter hinter einer Maultierkarawane, über abenteuerliche Steinkonstruktionen für die Befestigung des Weges und durch etliche Murenabgänge. Um 11.30 Uhr erreichen wir Tatopani mit den eingefassten heißen Quellen mitten im Ort. Von heiß über angenehme Duschtemperatur bis lauwarm kommt ein stetiger Wasserstrom aus 3 verschiedenen Wasserspeiern. Die vielen Bäume an den Hängen hier spenden angenehmen Schatten. Gekocht wird in der Küche eines Hauses und bald werden Pommes frites, ein Sandwich mit Käse, Tomaten und Zwiebel sowie ein Rübencurry aufgetischt. Etwa 20 Minuten nach dem Ort queren wir eine neue Hängebrücke und bald erscheint links ein riesiger Wasserfall. Weiter steigen wir am rechten Berghang empor, unten im Wasser sieht man riesige, ausgewaschene Felsen mit schönen verschiedenfarbigen Einlagerungen. Wir passieren den kleinen Ort Dhovan, wo es ein kleines Hotel gibt und im Tal nach der Hängebrücke eine Wasser angetriebene Mühle. Weiter geht es im Bergschatten und wir kreuzen große Murenabgänge, die auch in der Karte eingezeichnet sind. Am späten Nachmittag erreichen wir dann unseren Lagerplatz in Yaruphant, direkt auf einer Sandbank am Ufer. Die steilen Felswände bieten eine schöne Kulisse, die Behausungen wirken eher abenteuerlich. Viele sind wohl nur während der Monate bewohnt, wenn Karawanen und Händler durch das Tal ziehen. Unser Koch gibt heute Abend wieder alles und zaubert einen großen Topf mit Kartoffeln gefüllte Momos, Blumenkohl und Tomatensauce und als Nachtisch die begehrten Apple Fritters.

Unser Essen in Nepal

Richtung Tsum Valley

Küche unterwegs

Richtung Tsum Valley

Yaruphant nach Lokpa im Tsum Valley

Nach einem Frühstück aus Reisbrei, Chapati und Omelette bauen wir die Zelte ab. Direkt nach oben geht es über eine steile Holzleiter als Abkürzung. Der Weg geht jetzt längere Zeit flach weiter, bevor wir über die Hängebrücke auf die linke Talseite wechseln und einen kurzen, steilen Aufstieg entlang der Felswand bis nach Yarugat zurücklegen. Dort sehen wir auch die erste Stupa. Vorbei an einem Checkpoint geht es hinunter zum Fluss über eine kleine Holzbrücke. In Salleri gibt es eine kurze Teepause bevor wir einen längeren Anstieg in Angriff nehmen, bei dem wir jedoch mit ständigen Ausblicken auf den Shiringi Himal belohnt werden. Vor uns im Tal liegt Sirdibas, auf der anderen Talseite sehen wir schon die Häuser von Philim. In Sallero gibt es viele Ställe mit Vieh und Ketam erwirbt ein weißes Huhn und klemmt es sich unter den Arm. Weiter geht es über eine riesige Hängebrücke, dann bergauf nach Philim zu unserer Mittagsrast. Es gibt Puri, Kartoffeln, Bohnen und Weißkraut und leckere Mandarinen zum Dessert. An Dorfausgang von Philim liegt ein weiterer Checkpoint und die Schlucht wird nun enger. Auf der anderen Bergseite sehen wir einen großen Wasserfall, der aber gar nicht unten ankommt, weil der Wind ihn schon vorher fein zerstäubt. Über Chisopani, vorbei an Weihnachtssternen und einfachen Unterkünften geht unser Weg weiter über Ekle Bhati. Die Schlucht verengt sich, der schmale Weg verläuft abenteuerlich hoch ganz weit oben über dem Fluss. Durch Kiefernwald kommen wir zur Abzweigung ins Tsum Valley und weiter geht ein heftiger Anstieg durch einen mystischen Wald. Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Zeltplatz in Lokpa. Als die Träger ankommen ist es schon dunkel. Der Platz ist von gelben Blumen umrahmt und bietet uns eine herrliche Aussicht. Daneben steht eine kleine Lodge in der wir unser Abendessen (natürlich Hühnercurry!) windgeschützt verzehren können. Der kleine Aufenthaltsraum ist auch wie geschaffen für die Geburtstagsfeier von Yug und zum selbstgebackenen Schokoladenkuchen gibt es Bier und Whisky für die ganze Mannschaft.

Mannschaft Träger Koch

 

Mani Steine

Im Tal der Manaslu Runde

Lokpa im Tsum Valley

Nach dem Aufstehen fällen wir die schwere Entscheidung, dass wir nicht mehr weiter aufsteigen, sondern einen Ruhetag einlegen werden. Markus Knie macht Probleme. Morgen wollen wir entscheiden, ob wir weiter gehen oder zurück marschieren. Nach dem Frühstück (ausgerechnet Heute gibt es Porridge;-) Leibspeise von Markus) genießen wir die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Unser Koch verwöhnt uns zum Mittagessen mit Gemüsepizza und am Abend mit Spaghetti und viel Gemüse. Zum Trost singen wir noch ein bisschen zusammen.

Zeltplatz in Lokpa Tsum Valley

Lokpa – Philim

Wir entscheiden, zurückzugehen. Das Knie tut immer noch weh und es wären bis Mu Gompa noch ein paar heftige Höhenmeter zu bewältigen. Selbst die Strecke zurück wird ganz schön lang werden, wenn das Knie schlimmer wird. Die Vernunft siegt! Zur Stärkung gibt es zum Frühstück American Pancakes, nach dem Zeltabbau geht es bergab nach Philim, welches wir nach 3 Stunden erreichen. Unterwegs geht es ständig an Hirsefeldern vorbei – in jedem Dorf wird hieraus Schnaps gebrannt, besonders als Vorbereitung auf das nahende Dasain Fest. In Philim gibt es eine große Schule, welche von der japanischen Regierung unterstützt wird. Leider sind heute keine Schüler hier, da ja Samstag ist. Und wenn schon alle Nepalis ruhen, dann gönnen wir uns auch einmal einen Mittagsschlaf. Unsere Träger und die gesamte Mannschaft liegen auch alle in der Sonne herum und genießen den halben freien Tag. Am Abend gibt es als Highlight zum Nachtisch Apfelstrudel !!!

Nepali

Apfelkuchen beim Zelttrekking in Nepal

Philim – Yaruphant

Unser heutiges Ziel ist Yaruphant und die Sandbank am Fluss. In Salleri machen wir eine Teepause und flechten Armbänder für die Kinder. Sogar einige ältere Gurungfrauen werden neugierig und lassen sich mit ihrem Nasenschmuck fotografieren. Am Nachmittag fahren wir mit den Kindern Papierboote auf dem kleinen Bach, der durch das Dorf führt.

Wir haben ja die Etappen verkürzt und so haben wir richtig Zeit, uns mit den Menschen die hier leben noch intensiver zu beschäftigen. Wir erfahren viel von dem Leben hier in dieser Region. Dank unserer nepalesischen Freunde können wir uns prima mit den Einheimischen verständigen. Am Abend wird fleißig auf Nepali gesungen.

Tsum_Valley-021

Lastenesel in Nepal

Schnaps brennen

Yaruphant – Tatopani

Beim Aufwachen tröpfelt es ganz leicht auf das Zeltdach, der Regen reicht aber nicht aus, um den Boden nasszumachen. Unser Tagesziel ist Tatopani mit den heißen Quellen. Doch bevor wir dort ankommen heißt es viele Höhenmeter hinab zu steigen. Wir sind gespannt was das Knie sagt. Zur Mittagsessens Zeit erreichen wir Tatopani. Unser Zeltplatz liegt wie im Dschungel, warmes Wasser strömt an der Felswand herab. Daneben steht ein Weihnachtsstern, um den Riesenschmetterlinge kreisen und einige Apfelsinenbäume. Heute nutzen wir die heißen Quellen und genießen das warme Wasser zum Waschen. Mit leckeren Spaghetti verwöhnt uns unser Koch am Abend.

Tatopani – Nauli Khola

Zum Mittagessen sind wir heute schon in Nauli Khola. Der Weg führte uns wieder ständig auf und ab, viel durch das Flussbett, dann wieder ganz hoch oben entlang der Felswand. Vom Zeltplatz aus haben wir einen genialen Blick ins Tal, auf die gegenüberliegenden Hänge und die Hängebrücke, die an einem wunderschönen Wasserfall vorbeiführt, der in mehreren Stufen und Becken ins Tal fließt. Auch hier wird Korn gedroschen und von Spelzen befreit – unser Zeltplatz liegt auf einem bereits abgeernteten Feld. In der angrenzenden Hütte können wir auch unsere Fotoakkus aufladen. Nach dem wir die Kindern mit unseren geflochtenen Armbändern versorgt haben spielen wir den ganzen Nachmittag Hippel Häuschen. Heute sind uns lauter „“verrückte Leute““ im Dauerlauftempo entgegen gekommen. Die laufen mit beim Manaslu Mountain Trail 212km in 7 Tagen!!

Zeltplatz beim Trekking zum Tsum Valley

Kind in Nepal

Nauli Khola – Soti Khola

Wir sind schon früh wach und es liegt zum ersten Mal dicker Nebel im Tal unter uns. Wir verabschieden uns schweren Herzens von den vielen Kindern, die den gestrigen Tag mit uns gespielt haben. Der Weg wirkt richtig mystisch mit dem Nebel und den sich langsam durchkämpfenden Sonnenstrahlen. Am Rock Trail sind wir richtig froh dass es nicht regnet, denn die steilen Stellen wollten wir auf nassen Felsen nicht hinunter steigen. Gegen 13:00 Uhr erreichen wir dann Soti Khola. Im Fluss waschen wir unsere Hemden und lassen sie in der Sonne trocknen. Am Abend kommen Frauen und Kinder aus dem Dorf zusammen und es gibt eine große Party mit Musik, Tanz und Gesang.

Kinder in Nepal

Tanz in Nepal

Soti Khola – Swaragaon

Da wir ja nun Tage übrig haben und das Knie durchhält, entscheiden wir zu Ketams Heimatdorf aufzusteigen – Swaragaon liegt ca. 1400 m weiter oben und es geht steil bergauf. Zuerst durch Wald, später durch die Reisfelder. Es ist ganz schön anstrengend. Der Hang liegt voll in der Sonne und die Steigung ist extrem. Vor dem Dorf werden wir bereits mit Musik empfangen (Hörner, Blasinstrumente, Trommel..). Gemeinsam zusammen mit einer 30 köpfigen Delegation laufen wir im Dorf ein. Wir bekommen richtige Gänsehaut. Unser Zelt bauen wir in einem Schulsaal auf in der Schule am Dorfplatz auf. Im Dorf werden wir freundlich von einer Frau begrüßt – wie sich gleich herausstellt ist es die Mutter von Hom (Ketams Onkel). Zum Mittagessen übertrifft sich unser Koch und es gibt als Nachtisch Zimtrollen. Den ganzen Tag verbringen wir im Dorf, werden von den Familien unserer Träger zu einem Tee eingeladen und bekommen überall Tikas auf die Stirn gemalt. Die Familien sind alle Happy, dass die Männer zum Dasain Fest zu Hause sind. Das war ja so nicht geplant. Die Landschaft ist wunderschön, man sieht hinab ins Tal auf den Fluss und auf die winzigen Dörfer am gegenüberliegenden Hang. Auch das Dorf wirkt sehr gepflegt und die Häuser sind gut in Schuss. Zum Abendessen gibt es leckere Momos. Am Abend trinken wir noch einen Tee im Haus von Ketams Schwester. Als es dunkel wird ziehen einzelne Musikgruppen durch das Dorf von Haus zu Haus. Es wird viel gesungen und getanzt und jede Menge Schnaps getrunken.

Aufstieg nach Swaragaon

Empfang der Menschen von Swaragaun

Swaragaon

Heute ist Feiertag im Dorf und überall wird gefeiert und Party gemacht. An jeder Ecke sitzen die Mensch zusammen, reden, trinken, machen Musik und die Stimmung ist prächtig. Heute geht keiner aufs Feld und die schwere Arbeit hier in den Terrassenfelder wird vergessen. Ketam und seine Frau brennen Hirseschnaps – was wir unterwegs auch schon überall beobachten konnten. Wir erkunden das Dorf und die nähere Umgebung. Von den Feldern oberhalb hat man eine wunderschöne Aussicht über das gesamte Dorf. Dort treffen wir den blinden Lehrer, der an der Blindenschule in Swaragaon arbeitet. U.a. mit der Unterstützung von Hom wurde inzwischen ein Grundstück gekauft, um die neue Schule und ein Heim für die blinden Kinder unterzubringen. Die „“normale““ Schule wird auch Hilfsorganisationen unterstützt. So lernten wir Avena aus Deutschland kennen, die als Volontärin in der Schule arbeitet und im Dorf bei einer Familie lebt. Sie ist richtig froh, dass wir im Dorf vorbeischauen, denn nun kann sie mal wieder etwas Deutsch reden und Nachmittags mit ein paar Kekse naschen;-) Am Abend findet auf dem Dorfplatz ein großes Fest mit Musik und Tanz statt.

Das Dorf Swaragaun

Tihar Fest in Swaragaun

Singen und Tanzen mit den Menschen in Swaragaun

Swaragaon nach Arugat

Heute heißt es wieder Abschied nehmen. Mit Musik und Gesang werden wir zum Dorfausgang begleitet. Dann folgt der steile Abstieg nach Arugat über viele Reisterrassen. Der Ort selbst ist ziemlich hässlich und die Lodge hat ihre besten Zeiten gesehen. Am Abend feiern wir mit der ganzen Mannschaft unseren Abschied. Jeder erhält einen Briefumschlag mit Trinkgeld und ein paar persönliche Worte. Bier, Cola und energy drinks fließen in Strömen und wir singen gemeinsam, wobei Yug alles gibt;-) Auch wir werden beschenkt – einen Gebetsschal für uns beide, eine Kette für Heike und einen Topi für Markus. Avena, die Volontärin, reist auch zurück nach Katmandu. Da sie aber keinen Bus mehr bekommen hat nehmen wir sie morgen mit in unserem Jeep.

Abschiedsfest von unseren Freunden

Arugat nach Kathmandu

Am Morgen müssen wir durch den gesamten Ort und über die Brücke auf die andere Flußseite laufen, da unser Jeep keine Erlaubnis erhält, den Fluss zu überqueren. Also tragen wir alle gemeinsam die Taschen, Ausrüstung, Zelte usw. hinüber. Mit einem Toyota Landcruiser geht die Fahrt dann in 5,5 h nach Kathmandu. Glücklicherweise ist es trocken – wir möchten uns nicht vorstellen, wie die Strecke bei Regen aussieht – sie wäre wohl auch mit Allrad eine echte Herausforderung. An der Trisuli Brücke legen wir noch eine Lunchpause ein. In Kathmandu übernachten wir noch einmal bei Hari und Indira und genießen die erste Dusche nach zwei Wochen Trekking. Den Nachmittag verbringen wir auf der Dachterrasse und unterhalten uns mit zwei Praktikantinnen aus Deutschland, die auch im Kindergarten arbeiten. Dieser hat in unserer Abwesenheit große Fortschritte gemacht und soll in 2 Wochen die ersten Kinder beherbergen.

Kathmandu

Nach dem wir ausgeschlafen haben und uns Indira uns mit Pfannkuchen zum Frühstück verwöhnt hat kommt uns Yug zum Lunch abholen. Wir sind bei ihm und seiner Familie eingeladen, er und seine Frau Rupa kochen für uns Nudeln mit Gemüse und Curry Kartoffeln. Die Familie wohnt im Norden Katmandus in einem recht modernen Haus mit Dachterrasse. Wir sind froh, dass wir es diesmal geschafft haben, seine Familie kennenzulernen. Danach fahren wir mit unserem Gepäck zum Trekkers Holiday Inn, wo wir noch drei Nächte verbringen wollen. Im ruhigen Garten genießen wir erst einmal ein Bier und faulenzen im Schatten zusammen mit Yolandas Hunden, die sich gerne kraulen lassen. Zum Abendessen gibt es eine Nudelsuppe und danach endlich mal wieder Daal bhat.

Unser Freund Yug mit Tochter

Kathmandu, Durbar Square und Bodnath

Schweizer Frühstück mit Müsli, Ei, selbstgebackenem Brot, Hefezopf und Obstsalat – so starten wir den Tag. Zum draußen frühstücken ist es leider schon zu kalt. Am späten Vormittag schlendern wir durch Thamel und kaufen noch ein paar Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Im North Field Café trinken wir eine Kanne Tee bevor wir uns auf den Weg zum Durbar Square machen. Inzwischen kostet der Eintritt stolze 750 Rs! Wir schlendern entlang der Paläste und Tempel und schauen auch in den Innenhof des Hauses der Kumari. Auf der Dachterrasse des Festive Restaurants stärken wir uns mit Momos bevor wir mit dem Taxi zurück nach Bodnath fahren. Gegen Sonnenuntergang ist die Stimmung immer am schönsten, wenn die ganzen Pilger mit ihren Rosenkränzen die Stupa im Uhrzeigersinn umkreisen und an den Gebetsmühlen drehen.

Durbar Square in Kathmandu

Stuppa von Bodnath

Pilger an der Stuppa von Bodnath

Patan

Nach dem leckeren Frühstück fahren wir mit dem Taxi nach Patan, eine der drei Königsstädte im Kathmandutual. Wir steigen am Patantor aus und laufen durch die engen Gassen bis zum Durbar Square. Dieser gefällt uns besser als in Kathmandu, zumal man sieht, dass die Eintrittsgelder zur Pflege und Renovierung benutzt werden. Überall sind schöne Steinmetzarbeiten und Schnitzereien zu bewundern. Wir schlendern durch die Innenhöfe des alten Königspalastes und bewundern auch einige hinduistische und buddhistische Tempel. Zum Mittagessen gehen wir auf die Dachterrasse des Third World Restaurants wo es leckere Phakoda gibt. Den Tag beschließen wir mit einem kühlen Bier auf der Dachterrasse des Gästehauses.

Patan

Kathmandu

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir mit Silke, die auch hier im Gästehaus wohnt, nach Thamel. Wir suchen uns ein Internetcafé und setzen noch ein paar E-Mails ab. Danach kaufen wir noch ein bisschen ein, u.a. Honig bevor wir nochmal ins North Field Café gehen. Um 13 Uhr treffen wir uns mit Yug und Dinesh, gemeinsam sitzen wir im New Orleans Café und haben Spaß, später kommt auch noch Hom dazu, der mit seiner Frau und seinem Sohn in KTM lebt. In Indiras Laden werden wir dann groß verabschiedet und wir bedauern, dass unsere Zeit mit den tollen Freunden in Nepal schon wieder vorbei ist.

Wir mit unseren nepalesischen Freunden

Kathmandu nach Frankfurt

Um 5:40 fahren wir mit einem anderen Gast vom Trekkers Holiday Inn zum Flughafen, der um 6 Uhr öffnet. Wir sind somit fast die ersten am Check In. Mit den Flugscheinen in der Hand geht es einen Stockwerk höher, wie wir durch den Zoll müssen. Die sind aber noch nicht fertig mit Frühstücken und Kaffee trinken. Somit heißt es warten bis die Herrschaften fertig sind. Nach 20 Minuten sind sie dann soweit. Der Wartebereich ist recht übersichtlich. Wir futtern noch ein Käsesandwich, das uns heute Morgen Yolandas Team gezaubert hat. Geben die letzten Rupie für Trinken und eine Postkarte aus. Durch die Sicherheit geht super schnell. Wenig später sitzen wir in der Maschine der Oman Air nach Muskat. Der Aufenthalt in Muskat ist diesmal nur knapp 3 Stunden. Pünktlich hebt der Flieger ab und wir landen pünktlich in Frankfurt.

Abflug von Kathmandu

Nepal wir kommen wieder!!! Das ist sicher !!!