Comer See

Comer See
Comer See

Der Comer See, im Norden Italiens sollte diesmal unser Ziel sein. Wir wollten mal wieder in die Berge, aber mit südländischem Flair und so verschlug es uns auf die Südseite der Alpen in die Lombardei. 60 km nördlich von Mailand gleich an der Grenze zur Schweiz liegt der Comer 60, eingebettet in faszinierende Bergwelt mit Parkanlagen, mondänen Villen und einer tollen Vegetation. Mit seinem mediterranen Klima und den kleinen Dörfern entlang seiner Uferlinie ist er ideal für einen Kurzurlaub zum Wandern oder um auf eine kulinarische Entdeckungsreise zu gehen.

Cernobbio

Wir erreichten über Cernobbio am frühen Morgen den See. Bummelten etwas durch die alten Gassen und genossen unseren ersten Kaffee in der Pasticceria Poletti. Unbedingt eine der vielen Leckereien aus der Theke versuchen. Es lohnt sich! Wer etwas länger Zeit hat, für den lohnt sich die kleine Wanderung durch den Giardino della Valle. Wir fahren weiter über Como nach Bellagio. Die kurvenreiche Strasse, direkt über dem See ist wirklich sehr schmal und führt uns durch miteinander verwachsene kleine Ortschaften. Man kommt kaum voran, aber die Straße ist sehr reizvoll, bietet sie doch immer wieder herrliche Blicke auf das gegenüberliegende Ufer.

 

Comer See – Cernobbio
Comer See – Giardino della Valle

Bellagio

Am Südufer des Comer Sees, im Dreieck zwischen den beiden Seearmen, liegt Bellagio, ein ehemaliges Fischerörtchen, welches sich inzwischen zu einem Anziehungspunkt für Touristen entwickelt hat. Entlang der Uferpromenade mit ihren Laubengängen findet man sehenswerte historische Hotels. Dahinter steigen enge Treppengässchen in den Ortskern hinauf. Sie sind gesäumt von kleinen Restaurants, Cafés und Geschäften. Tagsüber kommen die Touristen in Scharen, aber am Abend spürt man noch das Flair dieser engen Gassen. Wem es am Vormittag zu voll wird, der macht sich einfach auf den Weg zum kleinen Fischerdörfchen Pescallo, welches ca. 15 Fußminuten entfernt an der Ostseite der Halbinsel liegt.

Bellagio

Tipp Unterkunft und Restaurant: Unsere Unterkunft befindet sich im ehemaligen Fischerörtchen San Giovanni, etwas 2 km außerhalb vom Ortszentrum. Die Familie Mella vermietet hier zwei Ferienwohnungen und betreibt ein alteingesessenes Familienrestaurant das „Ittiturismo Ristorante Mella“. Auf der Karte findet man überwiegend kreative Fischgerichte mit Fang aus dem Comer See. U.a. erhält man dort die bekannten Missoltini. Diese werden im Mai oder Juni gefischt, an der Sonne getrocknet, danach gesalzen und zusammen mit Lorbeerblättern in Holzfässern aufbewahrt. Nach einigen Monaten gart man sie auf dem Grill, beträufelt sie mit Essig und Öl und reicht Polenta dazu. Daneben werden natürlich auch herrliche Nudelgerichte und ein sehr leckeres Risotto serviert. Wir erfreuten uns jeden Abend nicht nur an den tollen Gerichten sondern auch an der herzlichen Art der Gastgeber!

Essen im „Ittiturismo Ristorante Mella“ Bellagio

Varenna die Perle am Comer See

Wird auch die „Perle des Comer Sees“ genannt. Stimmungsvoller Ort mit üppiger Vegetation, alten Villen, bunten restaurierten Häusern und einem malerischen Fischereihafen. Mit der Fähre erreicht man von Bellagio aus die Anlegestelle von Varenna. Diese liegt nur wenige hundert Meter nördlich der Bucht, mit seinen malerischen Restaurants, die man schon bei der Anreise bewundern kann. Steigt man von dort eine der kleinen Gassen hinauf erreicht man den alten Ortskern mit Kirche, kleinen Kaffees. Einfach dort eine kleine Pause unter den Bäumen machen und das Flair des Ortes genießen.

Varenna

Tipp Wanderung: Von Varenna aus führt eine sehr schöne Wanderung auf dem „Sentiero del Viandante“ nach Bellano. Vom Fährhafen aus geht es in Richtung Villa Cipressi. Dort vorbei folgt man dem schmalen Pfad, entlang von Olivenbäumen und Wiesen, später durch den Wald, bis man den Aufstieg zum Castello di Vezio geschafft hat. Von der Burg aus hat man fantastische Blicke auf den See und eine Besichtigung lohnt sich. Beim Abstieg nach Bellano passiert man den L´Orrido, den großen Wasserfall, bevor man durch schmale verwinkelte Gassen die Uferpromenade mit dem Fähranleger erreicht.

„Sentiero del Viandante“ von Varenna nach Bellano
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